Wir sind geschockt, zutiefst traurig, und wütend!

In einem offenen Brief wenden sich Berliner Jugendliche an ihre Freund*innen in der Ukraine. Der Ludwig Wolker e.V. ruft zur Solidarität mit der Ukraine auf und setzt auf den internationalen Jugendaustausch.

"Wir sind geschockt, zutiefst traurig und wütend." 

In einem offenen Brief wenden sich Berliner Jugendliche an ihre Freund*innen in der Ukraine. Der Ludwig Wolker e.V. ruft zur Solidarität mit der Ukraine auf und setzt auf den internationalen Jugendaustausch.

Seit 2019 arbeitet der katholische Verein für internationale Jugendarbeit Ludwig Wolker e.V. mit seiner ukrainischen Partnerorganisation "Agents of Change" aus Kyjiw zusammen. Während der Pandemie wurde der Kontakt über Videokonferenzen gehalten. Für Juni 2022 war eine internationale Jugendbegegung in Kyjiw geplant. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hat alles verändert. 

In einem offenen Brief schreiben die deutschen Teilnehmenden jetzt an ihre ukrainischen Freund*innen: "Wir sind schockiert und wütend, und vor allem können wir uns den Schmerz und die Angst, die ihr empfindet, kaum vorstellen. Mit anzusehen, wie die Stadt, die wir nächsten Sommer besuchen wollten, angegriffen wird, ist ein Albtraum. Für uns ist der Krieg eine schockierende Entwicklung, für euch ist er Realität – eine Realität, vor der ihr uns schon lange gewarnt habt." Die Teilnehmenden bieten in dem Brief Schlafplätze und Unterstützung in Deutschland an und drücken ihre Verbundenheit aus: "Bitte seid versichert, dass unsere Gedanken bei euch sind. Wir beten für eure Sicherheit, das Wohlergehen und die friedliche Zukunft der Kinder, Jugendlichen und Familien in der Ukraine." 

Julia Schneider, die ehrenamtlich die Jugendbegegnung leitet, berichtet: "Wir wollten eigentlich in einem journalistischen Projekt über wichtige gesellschaftliche Themen schreiben, die in Deutschland nicht in den Schlagzeilen landen und somit unterrepräsentierte Perspektiven stärken. Jetzt stehen aber vorerst andere Dinge auf der Agenda." Der Ludwig Wolker e.V. ruft dazu auf, den Kriegsopfern zu helfen, Türen zu öffnen, Spendenaktionen zu unterstützen, und sich politisch gegen den Krieg zu engagieren. Die Vereinsmitglieder und Teilnehmenden des Projekts wollen geflüchteten Menschen aus der Ukraine in Berlin willkommen heißen und sie praktisch unterstützen. 

"Wir stehen in Verbundenheit an der Seite der Ukraine, setzen uns weiterhin für die deutsch-ukrainische Freundschaft ein und wollen unsere Möglichkeiten ausschöpfen, Begegnungen zu schaffen und Jugendarbeit in der Ukraine zu unterstützen", betont Marcel Hoyer, Vorsitzender des Vereins. An der deutsch-ukrainischen Jugendbegegnung wird der Ludwig Wolker e.V. in jedem Fall festhalten. Interessierte Jugendliche und junge Erwachsene aus Deutschland können sich weiterhin für eine Teilnahme melden. 

Der Ludwig Wolker e.V. mit Sitz in Berlin arbeitet als anerkannter freier Träger der Jugendhilfe im Bereich der internationalen Jugendarbeit und realisiert jährlich mehrere bi- oder multinationale Jugendaustauschprojekte.


Solidarität mit der Ukraine - Ein Brief an unsere Freunde 
An unsere lieben Freunde in der Ukraine. 
Wir sind zutiefst traurig über die Nachrichten aus der Ukraine. Wir sind schockiert und wütend, und vor allem können wir uns den Schmerz und die Angst, die ihr empfindet, kaum vorstellen. 
Mit anzusehen, wie die Stadt, die wir nächsten Sommer besuchen wollten, angegriffen wird, ist ein Albtraum. Für uns ist der Krieg eine schockierende Entwicklung, für euch ist er Realität – eine Realität, vor der ihr uns schon lange gewarnt habt. 
Falls ihr euch derzeit in Deutschland aufhaltet oder in Zukunft nach Deutschland kommen werdet: unsere Türen stehen euch offen. Teilt uns mit, wo ihr euch befindet oder wann ihr ankommt, und wir werden unser Bestes tun, euch mit einem Schlafplatz oder allem, was ihr sonst noch benötigt, behilflich zu sein. 
Bitte seid versichert, dass unsere Gedanken bei euch sind. Wir beten für eure Sicherheit, das Wohlergehen und die friedliche Zukunft der Kinder, Jugendlichen und Familien in der Ukraine. Wir sind solidarisch mit euch und werden die russische Regierung zur Rechenschaft ziehen. Das werden wir nicht vergessen. Die Welt wird das nicht vergessen. 
Slava Ukraini! 

Solidarity with Ukraine - A Letter to our Friends 
To our dear friends in Ukraine, 
We are heartbroken reading the news from Ukraine. We are shocked, angry, and above all, we can’t imagine the pain and fear you are feeling. 
Seeing the very city that we wanted to visit next summer under attack is a nightmare come true. For us it is an unbelievable development, for you it is reality - a reality you have been warning us about for a long time. 
In case you are currently in Germany or are coming to Germany in the future: our doors are open for you. Let us know where you are or when you arrive, and we will assist you as best as we can with a place to sleep or anything else you may need. 
Please know that our thoughts are with you. We are praying for the safety, wellbeing and peaceful future for the children, youth and families in Ukraine. We stand in solidarity with you and will hold the Russian government accountable. We will not forget about this. The world will not forget about this. 
Slava Ukraini!

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