Wie verändert Künstliche Intelligenz unsere Gesellschaft – und wie können junge Menschen diese Entwicklung verantwortungsvoll mitgestalten?
Mit dem internationalen Jugendbegegnungsprojekt AIEX SADE (Artificial Intelligence Exchange South Africa – Germany) bringen wir junge Menschen aus Deutschland und Südafrika zusammen, um gemeinsam die Chancen, Herausforderungen und gesellschaftlichen Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz (KI) zu erforschen. Im Mittelpunkt stehen dabei digitale Teilhabe, globale Gerechtigkeit, nachhaltige Entwicklung und die Frage, wie technologische Innovationen zum Wohl aller Menschen eingesetzt werden können.
Das Projekt verbindet internationale Begegnung, interkulturelles Lernen und praxisorientierte Bildungsarbeit. Die Teilnehmenden setzen sich mit aktuellen Themen wie KI, Digitalisierung, digitaler Ungleichheit, Nachhaltigkeit und ethischen Fragestellungen auseinander und entwickeln gemeinsam eigene Projektideen für ihre Communities.
Projektinhalt
Die Begegnung findet in Südafrika und Deutschland statt und umfasst Vorbereitungs-, Austausch- und Nachbereitungsphasen. Gemeinsam mit Jugendlichen aus beiden Ländern werden wir:
- internationale Freundschaften und Netzwerke aufbauen,
- die Lebensrealitäten junger Menschen in Südafrika und Deutschland kennenlernen,
- uns mit den Sustainable Development Goals (SDGs), insbesondere SDG 9 – Industrie, Innovation und Infrastruktur, beschäftigen,
- die Chancen und Risiken von KI kritisch reflektieren,
- digitale Kompetenzen erweitern.
Lernen durch Begegnung und Praxis
Das Projekt setzt auf partizipative und erfahrungsorientierte Methoden. Die Teilnehmenden besuchen unter anderem Bildungs- und Forschungseinrichtungen, soziale Organisationen, Schulen sowie Orte, an denen technologische Innovationen in der Praxis erlebbar werden. Gleichzeitig werden historische, gesellschaftliche und globale Zusammenhänge betrachtet – von digitaler Ungleichheit bis zu Fragen von Gerechtigkeit und Verantwortung in einer zunehmend digitalisierten Welt.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den sogenannten KI-Mini-Projekten. In internationalen Teams entwickeln die Teilnehmenden eigene kreative oder praktische Projektideen, beispielsweise digitale Lernmaterialien, kleine Kampagnen, Workshops oder Medienprodukte. Die Ergebnisse werden während und nach dem Austausch weiterentwickelt und können später in Schulen, Jugendgruppen oder lokalen Communities eingesetzt werden.
Projektzeitraum und Begegnungsorte
Das Projekt findet zwischen Deutschland und Südafrika statt und umfasst mehrere aufeinander aufbauende Begegnungs- und Lernphasen.
Erste Begegnung in Südafrika
Ort: Richards Bay, KwaZulu-Natal, Südafrika
Während der ersten Begegnung setzen sich die Teilnehmenden mit Themen wie Künstlicher Intelligenz, nachhaltiger Entwicklung, digitaler Ungleichheit, Innovation und gesellschaftlicher Verantwortung auseinander. Geplant sind Workshops, Besuche von Bildungs- und Forschungseinrichtungen, Begegnungen mit Schulen sowie Exkursionen zu technologischen, ökologischen und gesellschaftlichen Lernorten.
Zweite Begegnung in Deutschland
Ort: Berlin
Die zweite Begegnung vertieft die Erfahrungen aus Südafrika. Gemeinsam besuchen die Teilnehmenden Berliner Organisationen, Forschungs- und Innovationszentren sowie Einrichtungen, die sich mit Digitalisierung, KI-Ethik, gesellschaftlicher Teilhabe und nachhaltiger Technologieentwicklung beschäftigen. Darüber hinaus werden die internationalen Projektgruppen ihre eigenen KI-Mini-Projekte weiterentwickeln und präsentieren.
Projektphasen
Das Projekt ist als zusammenhängender Lernprozess konzipiert.
- Vorbereitungsphase in Deutschland und online: September - Dezember 2026 (mehrere digitale Termine)
- Erste Begegnung in Südafrika: Januar 2027 (16 Tage in Richard's Bay)
- Online-Zwischenphase: Februar - April 2027 (selbständige Projektarbeit in Teams)
- Zweite Begegnung in Deutschland: Mai 2027 (16 Tage in Berlin)
- Nachbereitungs- und Auswertungsphase: Juni - August 2027 (selbständige Projektarbeit in Teams)
Gemeinsam Zukunft gestalten
AIEX SADE versteht KI nicht nur als technische Entwicklung, sondern als gesellschaftliche Frage. Deshalb geht es im Projekt nicht darum, Expertinnen auszubilden, sondern junge Menschen dabei zu unterstützen, Technologie kritisch zu verstehen, verantwortungsvoll zu nutzen und ihre eigene Stimme in Debatten über die digitale Zukunft einzubringen. Gemeinsam mit den südafrikanischen Partnerinnen entwickeln die Teilnehmenden am Ende des Projekts ein Youth AI Manifesto, das ihre Erkenntnisse, Werte und Vorstellungen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Künstlicher Intelligenz festhält.
AIEX SADE wird von Ludwig Wolker e.V. gemeinsam mit der südafrikanischen Partnerorganisation Lungelo Youth Development (LYD) durchgeführt. Das Projekt verbindet internationale Jugendarbeit, globale Bildung, digitale Kompetenzen und nachhaltige Entwicklung in einem gemeinsamen Lernprozess zwischen Deutschland und Südafrika.



